Blasorchester TSV Braunshardt

Aus Spaß an der Musik !



Das Blasorchester HEUTE

Im Jahr 2011 feierte das Blasorchester seinen 100. Geburtstag. Auftakt im Jubiläumsjahr bildete ein Festakt im Bürgerhaus Schneppenhausen, bei dem den Besuchern die Geschichte des Orchesters auf sehr unterhaltsame Art und Weise erzählt wurde.

Höhepunkt bildete das Jubiläumsfest im Schlosspark vom 10. – 12. Juni 2011. Aus heutiger Sicht ein mit Sicherheit gelungenes Fest über drei Tage, das großen Zuspruch und Beachtung bei der Bräuschter Bevölkerung und über die Ortsgrenzen hinaus fand.

Drei Tage feiern begann mit "The Sound Section" am Freitagabend mit vollem Festzelt im Schlosspark, setzte sich am Samstag mit einem erstmalig veranstalteten Jugend- und Schülerorchester treffen fort, bevor am Samstagabend Orchester und Spielmannszüge aus dem Turngau Main-Rhein unserer Einladung zum Freundschaftstreffen gefolgt waren – ein kompletter Tag voll mit Musik aus den unterschiedlichsten Bereichen. Am Sonntag schloss das Jubiläumsfest ab mit einem Frühschoppen mit dem Volksmusikorchester des Turngau Main-Rhein und am Abend mit der "Serenade im Schlosspark" mit dem Blasorchester.

 Serenade im Schlosspark zum 100jährigen Jubiläum

Einen sicherlich großen Einschnitt bildete der Rücktritt des fast kompletten Vorstandes im Jahr 2012, der über 10 Jahre unter Leitung von Frank Wesp als Abteilungsleiter stand. Unter seiner Leitung machte das Blasorchester – abgesehen von der musikalischen Entwicklung – die größten und mithin einschneidensten Fortschritte im neuen Jahrtausend.

Musikalisch entwickelte sich das Orchester ebenfalls kontinuierlich fort und ist heute das wohl "jüngste" Orchester in seiner Geschichte. Ein sehr großer Anteil der Orchestermitglieder rückte aus der eigenen Ausbildung nach und bildet heute den größten Anteil an Musikerinnen und Musikern im Blasorchester.

Schönster und bisher musikalischer größter Erfolg des Orchesters bildete die Teilnahme und der Erfolg am Deutschen Musikfest in Chemnitz im Jahr 2013. Hier hatte man sich erstmals für einen Orchesterwettbewerb in der Kategorie 4 (Oberstufe, schwer) angemeldet und betrat damit Neuland. In der Vergangenheit nahm man an Wertungsspielen teil und wurde anschließend von den Wertungsrichtern im persönlichen Gespräch mit dem Dirigenten beurteilt und bewertet. Bei einem Konzertwettbewerb fällt diese Gespräch aus – die erfolgte Bewertung der Jury bleibt der eigenen Interpretation überlassen.

Vorbereitet hatte man sich erneut an einem Probentag mit Pierre Kuijpers, der dem Orchester am Ende der Probe eine immense Entwicklung seit seinem letzten Besuch im Jahr 2009 bescheinigte.

Am Morgen des 11. Mai 2013 nahm das Blasorchester auf der Bühne des Opernhauses in Chemnitz Platz und präsentierte einer international hochkarätig besetzten 5-köpfigen Jury das Pflichtstück "Scherzo Conzertante" und das Wahlstück "Jericho".

Wie gesagt – eine Besprechung im Nachhinein fand nicht statt, man musste bis zum Sonntagmorgen warten bis das Ergebnis bei der Siegergala im Kongresszentrum Chemnitz bekannt gegeben wurde. Obwohl man sich aufgrund des lang anhaltenden Applaus von Publikum, aber selbst der Wertungsrichter am Samstag ein recht vernünftiges Ergebnis erhofft hatte, war die Überraschung groß, als das offizielle Ergebnis bekannt gegeben wurde: 2. Platz in der Oberstufe mit nur 0,2 Punkten Abstand zum Erstplatzierten – ein bis dahin einmaliger Erfolg!


Eine tiefgreifende musikalische Änderung kündigte sich im zweiten Halbjahr 2016 an: Nach mehr als 20 Jahren Dirigententätigkeit, legte Oliver Nickel den Dirigentenstab zum Jahresende nieder, um sich neuen Herausforderungen zu widmen.

Mehr als 20 Jahre Dirigent des Blasorchesters: Oliver Nickel

Oliver Nickel hat maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des Orchesters und hat es sicherlich mit seiner musikalischen Arbeit geprägt. Unter seiner Leitung vollzog der Orchester den Wechsel vom, historisch bedingten eher volkstümlich Musikstil, zum Symphonischen Blasorchester. Unter seiner Leitung feierte das Orchester viele Erfolge bei diversen Wettbewerben, von denen Sie bereits in dieser Chronik gelesen haben und bei zahlreichen Konzerten selbst erleben konnten. Ganz sicher haben wir es ihm zu verdanken, dass das Orchester musikalisch heute so auf gestellt ist - ohne ihn wären wir ganz sicher nicht das Orchester, das wir heute sind!

Bei einer öffentlichen Probe am 21. Dezember 2016 wurde er gebührend verabschiedet. Bei dieser Veranstaltung waren auch viele ehemalige Musikerinnen und Musiker anwesend, die Oliver Nickel in seiner langjährigen Dirigententätigkeit beim Blasorchester Braunshardt begleitet haben, heute aber nicht mehr aktiv bei uns mitspielen.

 

Öffentliche Probe am 21. Dezember 2016

Seit Januar 2017 hat unser neuer Dirigent Daniel Reiter die musikalische Leitung des Blasorchesters übernommen. Er konnte sich unter zahlreichen Mitbewerbern, die sich auf unsere Stellenauschreibung gemeldet hatten, bei einem sehr überzeugenden Progedirigat qualifizieren. Er wurde nahezu einstimmig von den aktiven Musikern ausgewählt. Doch nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich passt Daniel Reiter ausgezeichnet zu unserem Orchester, was für uns Musikerinnen und Musiker ein sehr wichtiges Kriterium war. Wir sind uns daher sicher, dass wir mit ihm ebenso erfolgreich weiter musizieren werden, wie mit Oliver Nickel.

Die Zukunft und Ziele

Dort, wo wir uns über die Jahre musikalisch einordnen konnten, haben wir uns heute etabliert. Was da "noch drin ist" wird uns unser Nachwuchs und die Zukunft zeigen.

Vor dem Hintergrund unserer über 100-jährigen Geschichte ist es für uns auch in Zukunft Verpflichtung und Herausforderung zugleich, ein Stück Kulturgut mit bestmöglicher musikalischer Qualität als unverzichtbarer Bestandteil des kulturellen Lebens in Braunshardt zu pflegen und zu erhalten.

Denn die Geschichte zeigt, dass immer Interesse an dieser Art von Kultur in Braunshardt gewünscht war und auch heute noch gewünscht ist.

Woran wir für die Zukunft in jedem Fall festhalten werden, ist es, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, ein Instrument zu erlernen und ihnen das breite Spektrum der Blasmusik anzubieten. Nicht zuletzt dadurch tragen wir, wie viele andere Vereine auch, dazu bei, ein Stück Kultur und Tradition in unserer Gesellschaft zu erhalten und zu pflegen.

Egal ob Volks-, Marsch- oder Symphonische Blasmusik, wir fühlen uns allen Stilrichtungen verpflichtet und jede soll ihren Platz haben, immer genau dort wo und zu welchem Anlass sie passt. Sehen Sie 's wie Sie 's wollen: Hobby, Kultur oder einfach nur schöne Musik. Alles ist richtig und schlussendlich zählt nur eins: Spaß muss es machen, Ihnen und uns! Denn eins ist sicher: "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." (Viktor Hugo, französischer Dichter 26.02.1802 - 22.05.1885).

Blasorchester TSV Braunshardt ….

.... Aus Spaß an der Musik!